Tinted Glass. Charlott Weise

3. Oktober ’21 – 14. November ’21
Öffnungszeiten und Tage
Für den Besuch dieser Veranstaltung musst du einen COVID-19 Nachweis mitbringen.
Eintritt: Kostenlos
"Tinted Glass" ist die erste institutionelle Einzelausstellung von Charlott Weise in Deutschland. Die in Amsterdam lebende Künstlerin beschäftigt sich in ihren Werken mit der Repräsentation und Reproduktion von Weiblichkeit und ihrer Performanz. Diese untersucht sie in unterschiedlichen Bereichen wie Literatur, Mode, (Mainstream-)Medien und Theater. Zugleich bildet die Malerei und ihre reiche Geschichte einen wichtigen Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung. Ihre Praxis kann als eine Form des intuitiven visuellen Schreibens gesehen werden, in dem sie einer unbewussten, inneren Welt bestehend aus Beziehungen, Bildern und Obsessionen nachsinnt. Dabei spielen weibliche Archetypen wie die Venus, die Hexe, der Vamp wichtige Rollen. Diese tauchen in banalen wie stilisierten Auseinandersetzungen auf, wobei Theatralität zu einem zentralen Element der Werke wird, sowohl in den Narrativen innerhalb der Arbeiten als auch in ihrer räumlichen Inszenierung. Durch das Lösen der Malereien von den Wänden werden Betrachter:innen in die Installation und ihre räumlichen Gegebenheiten ganz unmittelbar involviert. Gefühlswelten werden zum Rahmen, in denen Weise Genderklischees durch humoristische Mittel transformiert. In abstrakten wie figurativen Darstellungen erzeugt die Künstlerin eine Spannung zwischen Skizzenhaftem, Brutalem und Ausformuliertem. Dies findet sich auch in den unterschiedlichen Stoffen wieder, die sie verwendet – flatternd, transparent, steif, fest. Durch den Einsatz von Make-Up, Erdpigmenten oder Schmutz ergänzt die Künstlerin herkömmliche Farbmittel wie Acryl oder Öl und überträgt die Themen ihrer Malereien auf eine sinnliche Ebene. Ihre Werke brechen mit Konventionen und Konnotationen und loten dabei die Grenzen geschlechtsspezifischer Zuschreibungen aus. Daraus entsteht eine Erfahrung, die nicht eindeutig, sondern vielmehr ambivalent ist.

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